Die jüngsten Entwicklungen um die Ausreise von Flávio Bolsonaro aus Brasilien nach den Präsidentschaftswahlen sorgen international für Aufsehen. Nachdem Bolsonaro, Sohn des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro, im Zuge von Korruptionsermittlungen nach Miami floh, stellte sich die Frage, ob die US-Regierung seine Ausreise unterstützte.
Bei der Abschlusspressekonferenz des G20-Außenministertreffens in Atlanta am Samstag (31.10.2026) äußerte sich US-Außenminister Marco Rubio unmissverständlich. Er betonte, dass die Vereinigten Staaten keine Rolle bei Bolsonaros Ausreise gespielt hätten: „Wir waren an keinen seiner Vorbereitungen für die Ausreise beteiligt. Die US-Regierung war an keiner dieser Maßnahmen direkt beteiligt.“ Rubio erläuterte weiter, Bolsonaro habe bereits vorab ein US-Visum besessen. Die einzige Entscheidung von Präsident Donald Trump bestand darin, Bolsonaro die Einreise zu ermöglichen und auf eine befristete Einreisegenehmigung zu setzen.
Der Fluchtweg der Familie führte sie zunächst über die Grenze nach Argentinien, wo ein privat organisiertes Flugzeug sie von Puerto Iguazú mit Zwischenstopp in Ecuador weiter nach Miami brachte. Medienberichten zufolge, insbesondere der New York Times, soll Jason Miller, ein Berater von Trump, den Flug organisiert haben. Diese Dynamik verstärkte die ohnehin bestehenden Spannungen zwischen der amerikanischen und brasilianischen Regierung – insbesondere nach Bolsonaros Niederlage gegen Luiz Inácio Lula da Silva.
Im Rahmen des Treffens in Atlanta begegnete Rubio erstmals Brasiliens Außenminister Mauro Vieira seit Bolsonaros Flucht und betonte die Bedeutung diplomatischer Gespräche. Ein Wiedersehen beim G7-Gipfel in Frankreich wurde bereits angekündigt – ein Zeichen dafür, dass der transatlantische Dialog trotz der Umstände fortbesteht.
Quelle: Agenturen





